Telekolleg-Newsletter vom 2010-01-08


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Liebe Leser des Telekolleg-Newsletters,

wir wünschen Ihnen ein frohes, erfolgreiches und gesundes Neues Jahr!

Ihr Newsletter-Team
08.01.10
 
Quick Lerncheck Geschichte   
 
Zu Beginn:

Das neue Jahr hat begonnen, das alte ist jetzt gerade Geschichte geworden!

Und so möchte ich auch gleich „geschichtlich“ beginnen.
Geschichte verstehen, das gelingt auch mit dem Lesen von „Literatur“, gerade in der Deutsch Prüfung in Rheinland-Pfalz (B.Schlink, Der Vorleser) unter Beweis gestellt.
Lassen Sie mich also zu Beginn des neuen Jahres Meister Eckhart zitieren, der sagt:

„Und plötzlich weißt du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“

Und Andrea Schwarz nimmt dies auf:

ein zettel beim aufräumen gefunden

und
plötzlich
weiß ich

es wird zeit
den nächsten schritt
in den blick zu nehmen

sich zu verabschieden
anderes beginnen
mich neu verzaubern zu lassen

über grenzen zu gehen
neues zu wagen
mich zu probieren

mit schmerzen und mit tränen

und mit ganz viel lust
auf leben
(zit. nach: DAS ZEICHEN, Monatsschrift der Palottiner)

Die ersten drei Lektionen in Geschichte haben gezeigt, wie schnell man durch die Geschichte gehen kann: Von Versailles bis zum geteilten Deutschland!

Als übergeordneten einstieg möchte ich Ihnen eine Hintergrund – Übersicht bieten, die wir den folgenden Newslettern mit Konkretem füllen können.

ASPEKTE der Geschichte als Voraussetzung für die Quellenarbeit/Textarbeit.

Geschichte muss gesehen und verstanden werden im Kontext von:
Raum, Zeit und der jeweiligen Thematik

Ebenso muss Geschichte gesehen und verstanden werden im Kontext von Aussagen der:

Geschichts-PHILOSOPHIE
mit den dort vorhandenen Ideen / Werte

Geschichts-WISSENSCHAFT
und deren Analyse-Methoden

Geschichts-SCHREIBUNG
und deren Vermittlungsaspekten/-Kriterien.

Somit ergibt sich als notwendige Voraussetzung für die QUELLENARBEIT ein Verständnis von und eine Einsicht in:

Text - GESTALT
Text - INHALT
Text - AUTOR

Wichtig für:

Text – GESTALT

Gliederung, Aufbau
Zusammenhang v. Abschnitten, Sätzen
Äußere Stilmerkmale der Textsorte (z.B. Brief, Flugblatt usw.)

Text – INHALT

Schlüsselwörter im Text
Hauptaussagen
Logische, nachvollziehbare Argumentationsweise
Bedingungszusammenhang der Textteile

Text - AUTOR

Motive und Interessen
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Position
Bildungsvoraussetzungen
Adressaten
Abhängigkeiten

Für die Bearbeitung der vorliegenden Arbeitsbögen heißt dies, dass Sie zunächst den Inhalt der vorliegenden Quelle klären müssen, um dann Aspekte in die oben genannten Kontexte einordnen zu können, um wiederum zum Schluss auch ein persönliches Fazit ziehen können.

Hier kommt Ihnen die im Fach Deutsch geleistete Vorarbeit zu gute, denn das A und O hieß ja dort:
Inhalt zusammenfassen/ dem Gedankengang nachspüren und diesen verstehen.
Die Textaussage in die verschiedenen Kontexte einordnen.
Und dann die Interpretationsaussage formulieren.
Und nun wieder viel Erfolg.
B.Booz
07.01.10
 
Quick-Lerncheck Mathematik   
 
Liebe Kollegiatin, lieber Kollegiat,

durch die Regeln in Lektion 5 (Integralrechnung) wird das Aufsuchen einer Stammfunktion erleichtert. Die Summenregel (Abschnitt 5.1) besagt, dass man bei der Suche nach einer Stammfunktion summandenweise vorgehen darf, und die Faktorregel (Abschnitt 5.3) stellt sicher, dass ein konstanter Faktor bei der Randfunktion das Aufsuchen der Stammfunktion "nicht stört". Was heißt das?
1. Beispiel:
Wenn Sie zu f(x) = x^5 + cos x eine Stammfunktion suchen, dürfen Sie zuerst für x^5 eine Stammfunktion suchen und dann für cos x und schließlich die Ergebnisse durch ein Pluszeichen verbinden.
Lösung: G(x)=(1/6)x^6 + sin x.
2. Beispiel:
Wenn Sie zu f(x)=4(x^2) eine Stammfunktion suchen, können Sie sich auf x^2 beschränken. Eine Stammfunktion davon ist zum Beispiel
G(x)= (1/3)x^3. Der Faktor 4 bleibt von dieser Suche unberührt und wird einfach übernommen. Eine Stammfunktion von G(x) ist demnach:
4 mal (1/3)x^3.
Den Beweis für die Summenregel (Abschnitt 5.2) können Sie übergehen, nicht aber die Aufgaben zu 5.2.

In Abschnitt 5.4 wird gefragt, ob es eine Produktregel auch in der Integralrechnung gibt. Die Antwort (Abschnitt 5.5) ist für alle, die sich weiter und tiefer mit Analysis beschäftigen, interessant und wichtig. Im Rahmen des Grundwissens im Telekolleg spielt sie keine Rolle.

Schließlich sollten Sie sich von Abschnitt 5.6 (Seite 70/71) noch merken, dass sich das Vorzeichen eines Integralwerts umkehrt, wenn man die untere und die obere Grenze vertauscht. Das kann schon mal vorkommen.
Im Folgenden gehen wir davon aus, dass die untere Grenze kleiner ist als die obere Grenze.

Und nun zur Lektion 6 der Integralrechnung.
In Lektion 6 geht es noch einmal um Flächenberechnungen. Mit der Integralformel (Lektion 4), die in den Lektionen 4 und 5 ausgiebig geübt wurde, hat man eine Möglichkeit, Flächen zu berechnen zwischen dem Graphen einer Funktion, der x-Achse und Parallelen zur y-Achse. Wenn der Graph in dem betrachteten Intervall
g a n z o b e r h a l b der x-Achse verläuft, führt die Anwendung der Integralformel zu einem positiven Wert. Wenn der Graph in dem betrachteten Intervall allerdings
g a n z u n t e r h a l b der x-Achse verläuft, führt die Anwendung der Integralformel zu einem negativen Wert. Der Flächeninhalt des eingeschlossenen Flächenstücks ist dann der Betrag des berechneten Werts.

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