Telekolleg-Newsletter vom 2009-12-22
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*Zu Weihnachten
Allgemeine Informationen
Newsletter zu Weinachten 2009
Weihnachten
lässt uns immer wieder innehalten und oftmals nach dem Sinn des menschlichen Zusammenlebens fragen. So fand ich diese Weihnachtsspuren, die das ausdrücken, was mir die Tage vor Weihnachten durch den Kopf ging. Vielleicht dienen die Gedanken auch Ihnen den Sinn des Festes ersoüren zu können.
Weihnachtspuren
Wenn mir einer die Frage stellt,
nach Weihnachten in unserer Welt,
will ich ihm,
zeigen,
was damals begann,
als Weihnachten seinen Anfang nahm.
Wo einer dem anderen neu vertraut,
und mit ihm eine Brücke baut,
um Hass und Feindschaft zu überwinden,
da kannst du Weihnachtsspuren finden.
Wo einer im Dunkeln nicht verstummt,
sondern das Licht der Hoffnung summt
um Angst und Stille zu überwinden,
da kannst du Weihnachtsspuren finden.
Wo einer gegen die Strömung schwimmt
und fremde Lasten auf sich nimmt,
um Not und Elend zu überwinden,
da kannst du Weihnachtsspuren finden.
Wo einer am ende nicht verzagt
und einen neuen Anfang wagt,
um Leid und Trauer zu überwinden,
da kannst du Weihnachtsspuren finden.
Wo einer das Unbequeme wagt,
und offen seine Meinung sagt,
um Schein und Lüge zu überwinden,
da kannst du Weihnachtsspuren finden.
Wo einer dich aus Trägheit weckt
und einen Weg mit dir entdeckt,
um hohe Mauern zu überwinden,
da kannst du Weihnachtsspuren finden.
(Verfasser unbekannt und gefunden in unserem Pfarrbrief)
Wie jedes Jahr möchte ich Ihnen ebenfalls ein paar Einblicke geben in verschiedene Weihnachtsbräuche in Deutschland und „überall“ geben:
Beginnen will ich mit dem Brauch einen Adventskranz aufzustellen.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser populär. Zurück geht er auf Pastor Johann Heinrich Wiechern, der als evangelischer Theologe 1860 das RAUE HAUS gegründet hatte, ein Heim für schwer erziehbare junge Menschen, die hier Selbstverantwortung lernen und üben sollten. Für die Adventsandachten ließ H. Wiechern einen großen Holzreifen aufhängen, auf den 28 Kerzen aufgesteckt waren, später wurde der Reifen mit Tannengrün umwunden und seine Mitarbeiter und Schüler verbreiteten diesen Brauch in ganz Deutschland.
Allerdings gibt es auch Wurzeln, die ins Mittelalter reichen. Dort verstand man diese Zeit als Fastenzeit: Sinn, Geist und Herz sollten gereinigt werden. Still soll es werden.
So feiern wir in Deutschland Weihnachten meist mit Adventskranz, Tannenbaum und Krippe.
Schauen wir einmal in unser Nachbarland Frankreich. Dort hat sich der Tannenbaum erst von Deutschland kommend über das Elsass in Frankreich ausgebreitet. In Frankreich ist nur der 25.12. ein Feiertag und am 26.12. wieder gearbeitet. Und wie könnte es anders sein? In Frankreich wird, so gut es geht, am 1. Weihnachtsfeiertag sehr gut gegessen. Auch dort gibt es traditionelle „Weihnachtsgerichte“ oder „Weihnachtsmenüs“: Meeresfrüchte Gänseleber und Schnecken, gefolgt von Wild, aber besonders der gefüllten Gans, den Übergang zur Nachspeise bildet Käse, einer von den 365 Sorten, wie man sagt. Und dann der krönende Abschluss: la buche Noel, der Holzklotz. Ein Kuchen, von dem es übrigens 12 verschiedene Sorten gibt, der an den Brauch erinnert, dass in der Weihnachtsnacht ein Holzklotz in den Kamin gelegt wurde, der die Familie vor Tod und Teufel schützen sollte. Begleitet wird diese „Schlemmerei“ von gutem französischen Wein und edlem Champagner. Die Franzosen sagen selbst, dass sie an Weihnachten tief in die Tasche greifen.
Und Großbritannien und die USA?
Eine ganz besondere Tradition hat sich dort im Schreiben der Christmas- Cards entwickelt. Wenn die Karten ihre Empfänger erreicht haben, werden an Schüren aufgehängt und so sind sie Weihnachtszeit präsent. Die großen deutschen Weihnachtsmärkte sind ebenso in den angelsächsischen Raum „ausgewandert“ und haben viele kleine Märkte entstehen lassen. Aber einiges ist ja auch „zurück gewandert, wie der Mistelzweig und der „welcome“ Kranz an den Haustüren; zum weihnachtlichen Gänsebraten hat sich das traditionelle turkey (Truthahn)-Essen gesellt und der vorzügliche, sehr süße „christmas pudding“. Und Engländer sagen nachdrücklich: all this has to be!
Einen Bezug zu dieser Zeit stellt auch Friedrich II her: Alle kennen den berühmten Satz, den Friedrich II gesagt haben soll, nämlich, dass jeder nach seiner Facon selig werden solle.
Aber der Kontext, den Friedrich II herstellt, heißt:
„Von der grandeur mystique des Weihnachtsmannes lerne das gemeine Volk die simple lection: Der Sinn des Lebens besteht einzig darin, dasz jedermann seine verdammte Pflicht tue. Es soll jeder nach seiner Facon selig werden, aber nur Förderung der Glorie des Ganzen. Der Weihnachtsmann verteilt seine Gaben, aber wir müssen uns dieser durch strenge Pflichterfüllung zuvorderst als würdig erweisen.
Mit den Worten aus dem Knecht Rupprecht-Gedicht, „…. Denn auf Erden soll es wieder Weihnachten werden…“ wünschen ich Ihnen
Frohe und Gesegnete Weihnachten and Merry Christmas et Bon Joel
und viel Erfolg, Glück, Zufriedenheit und ein bisschen mehr Miteinander im Neuen Jahr.
B.Booz
21.12.09
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