Telekolleg-Newsletter vom 2009-01-09


Liebe Gäste und Interessenten,
hiermit erhalten Sie die aktuelle Ausgabe unseres
Newsletter Telekolleg MultiMedial.
*Quick Lerncheck
*Vorschau
 
 Allgemeine Informationen     
Quick Lerncheck Deutsch   
 
Quick Lerncheck Deutsch

Die Lektionen 5 bis 7 im Telekolleg Deutsch beschäftigen sich mit dem umfassenden Thema: Journalismus. Ein weites Feld, denn wo ist Anfang, wo ist Ende dieser Thematik?
Kann man journalistische Darstellungsformen leicht kategorisieren?
Steht Objektivität klar neben Subjektivität?
Wo bleibt die Wahrheit des Wortes, die Wahrheit der Bilder?
Manipuliert die Werbung nur oder überzeugt nur das Wort?
Welchem Auftrag folgen Journalisten und Journalistinnen, Reporter und Reporterinnen?
Was bewegt die Fotografen?
Wenn das Begleitmaterial und die Sendungen versuchen, Ordnung in diese Thematik zu bringen, Kategorien zu entwickeln und Denkansätze zu formulieren, so möchte ich wieder ein wenig „Unordnung“ in die Zusammenhänge bringen. Nicht, um Sie zu verwirren, sondern um Sie zu ermuntern noch einmal über das Gelesene und Gesehene zu reflektieren.
Wie informiert ist die informierte Gesellschaft? So fragt ein bekannter Buchtitel und zeigt die Problematik des Informiert - bzw. Nicht – Informiert – Seins. Auf Grund der Flut von Informationen glauben wir informiert zu sein und wiegen uns in Sicherheit. Aber wie viel Informationswert haben die Informationen? Wie überprüfen wir Authentizität?

Gerade die momentane Berichterstattung über den Krieg zwischen Israel und der Hamas zeigt uns die Grenzen des Journalismus. Wenn wir nicht ständig „am Ball“ bleiben, verschiedene Quellen zur Kenntnis nehmen, den Bildern misstrauen……, kann eine einseitige Parteinahme, ohne, dass wir dies böswillig beabsichtigen, erfolgen!
Ertappen Sie sich dabei, dass Sie „abschalten“, einfach nicht mehr hören und sehen wollen, was in der Welt passiert, weil die Ereignisse sich überschlagen, die Bilder so grauenvoll sind?
Weil das Negative die Welt regiert und das Positive nicht berichtet wird, oder es dieses nicht mehr gibt? Weil wir nicht wissen, wie die Bilder zur Manipulation benutzt werden können; denken Sie dabei nur, was Sie unter dem Stichwort Bildbearbeitung an Ihrem PC alles machen können.

In Ihrem Begleitmaterial ist die Rede von der journalistischen Ethik.
Ich ermuntere Sie, sich einmal sich mit dem Begriff Ethik auseinanderzusetzen.
Woher kommt er?
Wie bildet sich eine ethische Grundlage des Lebens, des Journalismus? Woher nehmen wir Menschen ethische Grundsätze? Woraus bilden sich diese? Wie korrelieren diese?

Und so lesen und hören wir Nachrichten, Kommentare und Reportagen und können uns daraufhin eine Meinung bilden und uns mit anderen darüber austauschen und Ansichten vergleichen, revidieren und auf einander ausrichten. Wie bewusst sind uns diese Vorgänge?

Mit diesem newsletter möchte ich meinen Auftrag ernst nehmen, den B. Brecht und Max von Grün in zwei Gedichten so facettenreich beschrieben haben:
Fragen eines lesenden Arbeiters und Fragen und Antworten

Lässt B. Brecht den Arbeiter nur fragen, wer baute (z.B.) das siebentorige Theben so lässt M.v.d. Grün den Schüler antworten, er hat davon in acht Jahren Volksschule nichts gehört und auch nicht fragen gelernt. Vielleicht können Sie diese Gedichte einmal nachlesen.

So ist es mir ein großes Anliegen, dass Sie während des Telekollegs Ihre Fähigkeit erweitern, Fragen zu stellen, vor allem aber die richtigen Fragen, und auch nicht nachlassen, zu fragen
und zu hinterfragen.
Reden wir also über die Welt und erarbeiten wir uns die Welt, wie es Gottfried Benn in seinem Gedicht „Kommt-„ schreibt:
„Kommt, reden wir zusammen
wer redet ist nicht tot,
es züngeln doch die Flammen
schon sehr um unsere Not.

Kommt, sagen wir: die Blauen,
kommt, sagen wir: das Rot,
wir hören, lauschen, schauen,
wer redet, ist nicht tot.

Allein in deiner Wüste
in deinem Gobigraun-
du einsamst, keine Büste,
kein Zwiespruch, keine Fraun,

und schon so nah die Klippen,
du kennst dein schwaches Boot-
kommt, öffnet doch die Lippen,
wer redet, ist nicht tot.“
(1995)
Weiter viel Erfolg!
Birgitt Booz
09.01.09
 
Quick Lerncheck Sozialkunde   
 
Bildung und Chancen ----- Zukunft der Arbeit: Fakten, Meinungen, Stellungnahme

Die Lektionen 6 und 7- eine zufällige Abfolge der Lektionen oder eine gewollte?
Jedenfalls zwei Lektionen, die Ihnen sehr deutlich zeigen, wie hier politisch und gesellschaftlich gesehen die Meinungen auseinander gehen können. Es gilt ganz besonders zu lernen, Fakten von Bewertungen trennen zu können. Wie schnell verleiten diese Themen, da sie ja alle Menschen betreffen, alle können also auch mitreden, emotional diskutiert zu werden.
Deshalb: testen Sie sich bei der Durcharbeitung der Lektionen, wie gut Sie sind, Fakten als Basis einer sinnvollen und gut belegten Stellungnahme darzustellen und für Ihre Argumentation benutzen zu können.
Hier können Sie auch gleich das Gelernte aus den Deutschlektionen einsetzen, denn: Argumentieren will gelernt sein!

Schauen wir uns die Kapitel 6 und 7 genauer an:
Zusammenhänge wie: der Mensch im Bildungssystem, die Bildungsexpansion, der Kulturföderalismus, Chancengleichheit, Bildung als Menschenrecht, Lebenslanges Lernen… jeder Begriff könnte uns zu „philosophischen Rundumschlägen“ verleiten und dann das Kapitel Arbeit, das unter verfassungsrechtlichen wie sozialpolitischen und zukunftsperspektivischen Aspekten zur Diskussion geradezu herausfordert! Wir können ja alle etwas aus unseren Lebensumständen dazu beisteuern!

Am Ende der Lektionen finden Sie Aufgaben zur Lernkontrolle und am Ende des Buches finden Sie dazu Lösungsvorschläge.
Seite 84: Frage 1:
Was versteht man unter dem Begriff „Bildungsexpansion“?

Eine Antwort muss die Aspekte der Bildungsexpansion ohne Kommentar beinhalten, also:

z.B. Ansteigen der gymnasialen Ausbildung, Funktionsverlust und Strukturwandel des
Gymnasiums, höhere Qualifikation als Voraussetzung für den Einstieg in den Beruf.

Aber dann Frage 3:
Warum ist das Recht auf Bildung gemäß den Vereinten Nationen ein Menschenrecht?
Grundlegende Struktur der Antwort muss sein:
z.B.: Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht, weil es sich aus ethischen Normen und humanitären Werten ableitet…

So können Sie die Lösungen überprüfen, ob Sie der Fragestellung gerecht werden.
Dies ist umso mehr sinnvoll, als Sie effektiv überprüfen können, inwieweit Ihre Antwort von der vorgegebenen Lösung abweicht.
Gutes Gelingen und nicht Aufgeben im Jahr 2009!
PS: „Ein Lebenskünstler lebt den Sommer so, dass er ihn im Winter noch wärmt“ (gehört im Radio)
B.Booz
05.01.09
 
Quick-Lerncheck Mathematik   
 
Liebe Kollegiatin, lieber Kollegiat,

zunächst wünsche ich Ihnen viel Erfolg im neuen Jahr und hoffe, dass Sie bei der Beschäftigung mit Mathematik - wenigstens gelegentlich - etwas Freude haben.

Der zweite große Themenblock im 1. Trimester von Telekolleg Mathematik, der jetzt beginnt, beschäftigt sich mit Vektoren. Da muss natürlich zunächst einmal geklärt werden, was überhaupt ein Vektor ist. Dies geschieht in Lektion 1 an physikalischen Beispielen. In Lektion 2 erfahren Sie dann, wie man mit Vektoren "rechnet", das heißt, wie man sie addiert, subtrahiert und multipliziert. Dies nennt man auch "Vektoralgebra".
Die Beispiele von Lektion 2 sind ebenfalls aus der Physik genommen. Auch wenn Sie Physik nicht als Fach haben, so können Ihnen die physikalischen Beispiele dennoch das Verständnis für die Darstellung von Vektoren durch Pfeile und das "Rechnen" mit Vektoren erleichtern. Die Beispiele aus der Physik sind so einfach gewählt, dass man auch mit dem gesunden Menschenverstand allein gut zurecht kommt.

In den Lektionen 1 und 2 werden die Grundlagen gelegt für den Umgang mit Vektoren in den nachfolgenden Lektionen. Es ist deshalb unvermeidlich, dass Sie diese beiden Lektionen gut durcharbeiten. Verzichten können Sie nur auf den Abschnitt 2.4 (Seiten 36 bis 38).

Was das "Rechnen" mit Vektoren betrifft, so müssen Sie wissen:
- wie man zeichnerisch Vektoren addiert (siehe Seite 15 oben im Kasten),
- wie man zeichnerisch Vektoren subtrahiert (siehe Seite 18 oben im Kasten),
- was man unter dem Produkt eines Vektors mit einer Zahl (S-Multiplikation) versteht (siehe Seite 21 oben im Kasten)
- wie das Produkt zweier Vektoren (Skalarprodukt) erklärt ist (siehe Seite 33 unten im Kasten)

Für das Arbeiten mit dem Skalarprodukt wird die Winkelfunktion Kosinus benötigt. Dies kann für Sie Anlass sein, Ihr Wissen über Trigonometrie wieder etwas aufzufrischen. Wenn Sie sich aber, was die Trigonometrie betrifft, auf das Nötigste beschränken wollen, dann sollten Sie sich die Definition des Skalarprodukts (Seite 33 im Kasten) merken. Ferner sollten Sie wissen, wie man mit dem Taschenrechner bei einer vorgegebenen Winkelgröße den zugehörigen Kosinuswert ermittelt und umgekehrt, wie man bei vorgegebenem Kosinuswert die Winkelgröße bestimmen kann. Gegebenenfalls ist Ihnen die Bedienungsanleitung Ihres Taschenrechners dabei dienlich.

Im nächsten Newsletter wird dann besprochen, wie man Vektoren in der Geometrie einsetzt.

Einen guten Start und viel Energie und Ausdauer im neuen Jahr!
Ferdinand Weber

30.12.08
 
Programmvorschau   
 
Die Sendungen der kommenden zwei Wochen für den Lehrgang Telekolleg

Sendezeiten:
Bayer. Fernsehen: Montag bis Freitag, 6 Uhr
BR-alpha: Montag bis Freitag, 19 Uhr 45 bis 20 Uhr 15

Wiederholungen:
Bayer. Fernsehen: Dienstag, 3 Uhr 30 bis 6 Uhr
(Montag-Nachtprogramm der folgenden Woche);
BR-alpha: 6 Uhr 45 bis 7 Uhr 15, Sendung des vorhergehenden Werktags
Sonntag, 6 Uhr 30 bis 9 Uhr

1. TRIMESTER

Deutsch – Mündliche Sprachkompetenz:
Mo. 12.01. Die Sprache der Werbund
Mo. 19.01. Protokoll und Gesprächsnotiz Hinweis: Die Sendung in BR-alpha um 19 Uhr 45 entfällt

Mathematik Vektorrechnung und Analytische Geometrie
Di. 13.01. Vektoralgebra 2
Di. 20.01. Vektoren in der Geometrie 1

Fast Track Englisch
Mi. 14.01. Music in my life
Mi. 21.01. Le shuttle

Chemie - NUR FÜR FACHRICHTUNG TECHNIK
Do. 15.01. Beeinflussung chemischer Reaktionen
Do. 22.01. Säuren und Basen

Sozialkunde
Fr. 16.01. Maschen oder Löcher: Das soziale Netz
Fr. 23.01. Grenzenlos: Das neue Europa

Die Sendeübersicht finden Sie auch auf der Seitewww.telekolleg.de
09.01.09
 
© Bayerischer Rundfunk 2009
Bayerischer Rundfunk, Telekolleg,
81011 München,
Tel. 089/3806-6006
Fax: 089/3806-7886
Redaktion und Koordination: BRW Service GmbH, telekolleg@brw.de

Der Bayerische Rundfunk übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte
von weiterführenden Links auf die im Telekolleg-Newsletter vorgestellten
Seiten.

Falls Sie den Telekolleg-Newsletter abbestellen wollen, tun Sie das bitte unter:
http://82.149.86.186/newsletter2/register/telekolleg/get_register.php?lid=3

Ändern Ihrer Fachrichtung oder des Bundeslandes:
http://www.telekolleg.de

Hinweis: Ihre für den Newsletter-Versand
benötigten Daten werden ausschließlich für diesen
Zweck verwendet und gespeichert. Der Bayerische
Rundfunk ist dazu verpflichtet, persönliche Daten
vertraulich und mit besonderer Sorgfalt zu
behandeln; E-Mail-Adressen werden
nicht an Dritte weitergegeben. Mit Ihrer Online-
Bestellung billigen Sie die Zusendung des
Newsletters an Ihre Internetadresse. Sie erhalten
keine weiteren Informationen und E-Mails. Sie
können das kostenlose Newsletter-Abo jederzeit
nkündigen.

Dieser Newsletter wurde mit größtmöglicher
Sorgfalt erstellt und geprüft. Die Redaktion kann
aber keine Haftung für evtl. fehlerhafte Angaben
übernehmen.